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Regio BEO News

Regio BEO

Regio BeoO in Grindelwald - Bericht

Michael Sigel, 26. June 2021
Die Prognosen waren nur mässig gut - eventuell war das der Grund, wieso nur wenige Pilot*innen den Weg nach Grindelwald gefunden haben. Auf jeden Fall standen wir zu 7 am Startplatz und haben zuerst die Möglichkeiten für den Tag besprochen. Die Thermikprognose war nur mässig gut, dies insbesondere weil es einfach stabil war. So hatten wir genügen Zeit, die Taktiken für den heutigen Tag zu besprechen. Es war eine knapp 50km lange Aufgabe im Talkessel von Grindelwald, sowie einer Boje bei Wengen (siehe Foto Task). Grob gesagt: einmal raus für den Start, dann zu gr. Scheidegg, Wengen, Schynige Platte, gr. Scheidegg, Safety Turnpoint und Goal im Grund. Erfreulich war dass alle Pilot*innen den Start optimal und hoch genommen haben. Leider waren dann einige zu ungeduldig und sind zu tief Richtung gr. Scheidegg geflogen. Da es heute ziemlich stabil war, musste man da jedes Steigen mitnehmen und den Turnpoint maximal hoch anfliegen. Die rettende Thermik stand dann wieder vor dem Startplatz, resp. Waldspitz. Die grosse Frage war: wie weiter Richtung Wengen? Den direkten (aber riskanten) Weg wählen oder den Umweg über den Männlichen machen? Meine Meinung: heute ist es nur da gestiegen, wo es auch Wolken hatte. Dies war fast ausschliesslich über den Steilen Bergen der Fall - das flache Gelände beim Schattwald hatte kaum Wolken und mir deshalb zu riskant... Leider haben da ein paar von uns zu viel riskiert. Der Umweg über den Männlichen war heute weniger risikoreich und vermutlich auch schneller (da viel bessere Thermik). Herzliche Gratulation an Christian Knapp, der nicht nur den Schattwald gemeistert hat, sondern auch der einzige im Ziel war. Ich fand es heute sehr lehrreich und hoffe, dass es auch euch gefallen hat. Unten noch der Link zum Flymaster-Livetracking - > da gibt es ja auch die replay-Funktion:
Regio BEO am kommenden Samstag

Erfolgreiches Regio in Interlaken

Michael Sigel, 18. April 2021
Endlich gab es auch mal ein Regio in BEO Die Wetterprognosen waren zuerst nur mässig gut, wurden dann aber zum Glück noch etwas besser. Trotzdem; einfach war es nicht. Es hatte NE-Wind in der Höhe, eine relativ tiefe Wolkenbasis und auf den Nachmittag war Bise gemeldet. 15 Pilot*innen haben sich angemeldet und sind auch pünktlich am Landeplatz Lehn erschienen. Nach einem Briefing am Startplatz Bergbo ging es los mit dem normalen und (anspruchsvollen) Task: Start: 8 km Enter um Saxeten (12:00) B42 Saxeten 5 km (4 km) B02 Niederhorn Mittelstation 1 km (0.5 km) B05 Harder oben 2 km (1 km) B04 Sigriswiler 3 km (2.5 km) B42 Saxeten 4km (3 km) B01 Harder Restaurant 1km (0.4 km) B07 Gemmentalp 1km (0.5 km) L04 Lehn 2km Während der kleinere Task 33.9km lang war, war der grosse 42km. Da ich beim Task einen Fehler machte (Goallinie als ESS), nehmen wir die Zeit aber trotzdem am 2 km Radius wie wir das am Briefing besprochen haben. Zum Task. Da wir bereits ein ausführliches Briefing nach der Landung hatten, hier nur noch in Kurzform. Den Start haben die meisten gut erwischt. Oli war beim Niederhorn zwar nicht höher, hatte aber eine bessere Linie und flog uns in der Folge allen davon. Wichtig war, dass man nicht zu viel Gas gab zum Rausfliegen, damit man beim Zurückkommen noch eine Thermik erwischte. Generell war es so, dass es unten stabiler war als erwartet. Insgesamt war es eine spannende Aufgabe rund um Interlaken. Leider wurde dann die Bise doch stärker und die letzten konnten die Gemmenalp wegen dem Gegenwind nicht mehr richtig anfliegen… Danke euch allen für den tollen Flugtag! Informative Rangliste: 1. Oliver Keller 2. Simon Grossenbacher 3. Michael Sigel 4. Corina Beerli 5. Martina Hauri 6. Roger Aeschbacher 7. Graham Cockburn 8. Berhard Nägeli 9. Ralph Haller 10. Marcel Mock 11. Corina Heldstab 12. Primin Lustenberger 13. Raphael Oerer Tut mir leid, aber im Moment bringe ich Jonas Hofer und Renato Barnetta nicht zum Laufen im Livetracking. Aber beim nächsten Mal klappt das bestimmt. Michael
Regio Central

Debriefing vom 1. Juni_110km Task

Michael Maurer, 3. June 2020
Spannender Tag... Toptherm verschlechterte sich deutlich auf Montag morgen, gab nur noch schwaches steigen an und keine Distanz mehr (Vorabend gab es 90km an). Und verschiedene Windmodelle zeigten verschieden Wind, was mich etwas verunsicherte im Tasksetting. Schlussendlich waren alle Prognosen jedoch irgendwo zutreffend :-) Während dem hochfahren zum Startplatz, disskutierten wir einen Task. Bei Gstaad meldet die Prognose bereits um 14 Uhr erste Schauer. Also gehen wir nicht zu weit richtung Westen. Richtung Osten befürchten wird den Nordwind am Sigriswiler etwas, aber trotzdem wollen wir noch an die Schrattenfluh und anschliessend zurück nach Spiez um den Schauern auszuweichen. Oben angekommen versäumten wir uns nicht allzulange mit Theorie, nur kurz wird ein, zwei sachen besprochen und Los gehts. Ziel war es für jeden, sich etwas vorzunehmen und während dem Task umzusetzen, sowie einen XC-Task (ausdauer Training) abzufliegen. In den unteren höhen (unter 1900m) konnte man nicht sehr gut steigen. Die Prognostizierte schwache Thermik scheint treffend. Oben raus zieht es aber dann gut und dass erklährt auch die frühen Schauer im Westen (Labilität war da, Feuchtigkeit aber mehrheitlich im Westen). Nach Airstart ging es dann entsprechend schnell über dem Grat der Niesenkette richtung Adelboden. Basis war um 12.45 bereits bei 2900m über Frutigen. In Adelboden stieg die Basis dann auf 3200m und interessanterweise hatten wir da leichten Südostwind. Irgendwie kam mir das aber bekannt vor, hatte ich das doch auf der 3000m Windkarte (COSMO-E) gesehen aber nicht recht daran geglaubt. Zurück gings dann an der Basis entlang (gegen Frutigen sinkende Basis) und gegen Nordost-Wind (auf 2000m Karte auch ersichtlich) nach Frutigen. Dort ein kleiner abstecher übers Dorf raus um den Task ein klein wenig "Spannender" zu machen was die Routen opitonen angeht. Die Stabilität unter 1900m musste auch berücksichtigt werden. Interessant war, dass es nicht wirklich entscheidend war wo man zurück an die Niesenkette flog, war der kürzere weg mit deutlich schwächerem Steigen eben so schnell wie der Umweg via Startplatz. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir, ich hätte den Task etwas "schwieriger" setzten sollen mit mehr ZigZag und Optionen, da die Bedingungen derart gut waren und wir nur geradeaus der Kette entlang flogen bis dahin... Dann kam die Schlüsselstelle Seequerung Niesen- Sigriswilergrat. Wir erwarteten im bereich des Thermikeinstieg am Sigriswiler merklich Nord-Ost Wind. Also am Niesen Basis machen und erst dann los... Aber die Thermik war da eher Zyklisch und man musste (wie so oft am Niesen) einen Berg vorher bereits richtig Basis machen da der Niesen vom Talwind überspühlt war. Chrugel und Adi schafften es am besten an die Basis auf 2700m und waren die ersten drüben. Da war es laut Adi wie erwartet etwas bockig, aber es hatte steigen. Zu diesem Zeitpunkt (ca. 14 Uhr) war ab Frutigen gegen Westen das komplette Tal abgeschattet und in Gstaad gab es erste Schauer. Richtung Schrattenfluh sah der Himmel immer noch perfekt aus, wie erwartet. Der Plan von den Schauer im Westen weg zu fliegen scheint aufzugehen! Aber die Emmentaler voralpen funktionieren nicht nur wie im Lehrbuch steht... Irgendwie war da Ost Wind, welcher über die ketten spühlte. Das haben wir nicht so erwartet, könnte aber mit der Südost komponenten in der Höhe zusammenhang haben...? Der rest war, wie das hinfliegen zu Schrattenfluh, wieder etwas untypisch meist ohne Hangsoaren. Fazit: Trotz der klaren Taskführung und der anfangs starken Bedingungen war doch die Distanz und der letzte schenkel zu Schrattenfluh schwierig genug und auch Lehrreich! Knapp die hälfte flogen ins Ziel, wobei einige von uns den Flug noch etwas verlängerten und die guten Flugbedingungen für paar zusätzliche km nutzten.
Regio Traning im BEO Auffahrt

Regio BEO Fliegen, Fliegen, Fliegen

Andreas Nyffenegger, 21. May 2020
Zum zweiten Mal sind wir nun an den Gurnigel gefahren. Zwar bleibt der Start stets etwas tricky, aber auch heute wurden wir belohnt. Das Wetter hielt sich an meine Ausführungen am Briefing, musste zwar mit Blauthermik gerechnet werden, so war das Thermiktop von 2400m doch erreichbar. Inspiriert von den Inputs vom letzten Regio, wollten wir versuchen genau diese Punkte für jedes Niveau gleichzeitig anzugehen. Der Toppilot soll lernen Führungsarbeit, Entscheidungen zu treffen, aber auch Geduld beweisen, was den meisten sonst eher selten gelingt. Der Newcomer soll geführt von den Entscheidungen des Leaders Effizienz und Schnelligkeit in einer neuen Dimension erleben. Dazu bildeten wir 4er-Teams die im Abstand von 10min den gleichen 51km Task fliegen sollen, es zählt jedoch die Gruppenzeit und nicht der Einzelne. Daraus wurde schon vor dem Task Gruppenregeln zum gemeinsamen Fliegen erarbeitet. Schnell stellt sich heraus, dass dies viel schwieriger ist, als von allen erwartet. Wer den Task schafft, soll heute möglichst wieder aufdrehen können und auf der Walalp toplanden. Es schafften es immer mehr Piloten auf die Walalp, einige halt im zweiten Anlauf. Dieser Versuch sorgte für viel Gesprächsstoff, jeder kann jedem etwas mitgeben was er bemerkt hat. Was dann folgt, ist aller erste Crème. Wir soaren zum Stockhorn hoch, wenden, fliegen zum Gantrisch nur um wieder topzulanden, ohne Kreis gemütlich der Ridge entlang. Wenn es doch einmal klappt, funktioniert es sicher auch ein zweites, drittes Mal... Die Letzten landen um 21.00, so muss ein Regiotag sein!
Regio Grindelwald

Interessanter Tag in Interlaken

Michael Maurer, 19. May 2019
Der Blick aus dem Fenster um 08.00 Uhr zeigte viele, tiefe Wolken. Auch die Webcam in Grindelwald war in dichtem Nebel eingepackt. Ich entschied mich in Interlaken fliegen zu gehen, da die Basis dort früher über dem Startplatz sein sollte und wir dort sicher Fliegen können. Im Lehn treffen sich 11 Motivierte Piloten und wir gehen gemeinsam mit dem ÖV hoch aufs Amisbühl. Es hat immer noch viele Wolken in verschiedenen höhen, wobei zwischen den Wolken geflogen wurde. Aber Sonne hatten wir praktisch keine. Der Optimismus für wirklich gute Thermik war nicht so gross, aber trotzdem sah man den einen oder anderen Tandem steigen. Was machen? Wir geben einen kurzen Task ein, welcher "nur" mit hilfe von mitnehmen am Hang, oder aufdrehen am Harder abgeflogen werden konnte. Ziel war es, falls es kein oder nur schwaches steigen gibt, den Task im optimalen Gleiten, = im richtigen moment Gas oder eben mit der Handbremse, zu fliegen. Exakt zum Startzeitpunkt konnten wir dann aber gut aufdrehen und für die meisten war es dann kein problem, den Task annähernd im vollgas abzufliegen! Aber... 15min Später blieb die Thermik dann wieder für längere Zeit weg, was einingen von uns zum verhängniss wurde. Der Task war dann nicht mehr einfach "abzugleiten" aufgrund Talwindlee ums Luegibrüggli rum... Zu diesem Zeitpunkt zeige die Webcam an der First immer noch Basis deutlich unter dem Startplatz, aber mit "fliegbaren" Fenstern. Nachdem alle im Lehn gelandet waren, trafen wir uns dann im Restaurant Golf fürs Debriefing und etwas Wettkampf-Theorie, sowie Instrumenten einstellungen austauschen (viele waren noch nicht 100% bereit mit den Geräten, sowie auch ich... *dass muss wohl an den raren Flugtagen liegen). Fazit: - Mit etwas Nerven hätte man vermutlich von Grindelwald ab 14 Uhr nach Interlaken fliegen können (wie ursprünglich geplant) - Flugbedingungen waren bis Sonnenuntergang "gut" und man hätte am Späteren Nachmittag einen etwas längeren Task abfliegen können. - Prognosen waren (zumindes für mich) schwer zu interpretieren und richtig einzuschätzen. Ich hatte den eindruck, dass es weniger Föhn gab und mehr Feuchtigkeit vorhanden war als Progonostiziert. Durch die vielen Wolken am morgen, respektive späte Sonneneinstrahlung, verzögerte sich auch die Entwicklung der Regenwolken. Ich erkannte die "blaue" störung, welche uns Thermik brachte nicht rechtzeitig da diese grau in grau war mit den Cirren. - Auch 5km Tasks können Spass machen... :-) Es ware eine coole, motivierte Gruppe und unter dem Strich für mich eins der besten und Lehrreichsten Regiofliegen!!! Alle anwesenden können ihre Tracks hochladen: Regio Interlaken Task 2
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