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Regio BEO News

Regio Central

Debriefing vom 1. Juni_110km Task

Michael Maurer, 3. June 2020
Spannender Tag...
Toptherm verschlechterte sich deutlich auf Montag morgen, gab nur noch schwaches steigen an und keine Distanz mehr (Vorabend gab es 90km an). Und verschiedene Windmodelle zeigten verschieden Wind, was mich etwas verunsicherte im Tasksetting. Schlussendlich waren alle Prognosen jedoch irgendwo zutreffend :-)

Während dem hochfahren zum Startplatz, disskutierten wir einen Task. Bei Gstaad meldet die Prognose bereits um 14 Uhr erste Schauer. Also gehen wir nicht zu weit richtung Westen. Richtung Osten befürchten wird den Nordwind am Sigriswiler etwas, aber trotzdem wollen wir noch an die Schrattenfluh und anschliessend zurück nach Spiez um den Schauern auszuweichen.
Oben angekommen versäumten wir uns nicht allzulange mit Theorie, nur kurz wird ein, zwei sachen besprochen und Los gehts. Ziel war es für jeden, sich etwas vorzunehmen und während dem Task umzusetzen, sowie einen XC-Task (ausdauer Training) abzufliegen. In den unteren höhen (unter 1900m) konnte man nicht sehr gut steigen. Die Prognostizierte schwache Thermik scheint treffend. Oben raus zieht es aber dann gut und dass erklährt auch die frühen Schauer im Westen (Labilität war da, Feuchtigkeit aber mehrheitlich im Westen). Nach Airstart ging es dann entsprechend schnell über dem Grat der Niesenkette richtung Adelboden. Basis war um 12.45 bereits bei 2900m über Frutigen. In Adelboden stieg die Basis dann auf 3200m und interessanterweise hatten wir da leichten Südostwind. Irgendwie kam mir das aber bekannt vor, hatte ich das doch auf der 3000m Windkarte (COSMO-E) gesehen aber nicht recht daran geglaubt.
Zurück gings dann an der Basis entlang (gegen Frutigen sinkende Basis) und gegen Nordost-Wind (auf 2000m Karte auch ersichtlich) nach Frutigen. Dort ein kleiner abstecher übers Dorf raus um den Task ein klein wenig "Spannender" zu machen was die Routen opitonen angeht. Die Stabilität unter 1900m musste auch berücksichtigt werden. Interessant war, dass es nicht wirklich entscheidend war wo man zurück an die Niesenkette flog, war der kürzere weg mit deutlich schwächerem Steigen eben so schnell wie der Umweg via Startplatz.
Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir, ich hätte den Task etwas "schwieriger" setzten sollen mit mehr ZigZag und Optionen, da die Bedingungen derart gut waren und wir nur geradeaus der Kette entlang flogen bis dahin...

Dann kam die Schlüsselstelle Seequerung Niesen- Sigriswilergrat. Wir erwarteten im bereich des Thermikeinstieg am Sigriswiler merklich Nord-Ost Wind. Also am Niesen Basis machen und erst dann los... Aber die Thermik war da eher Zyklisch und man musste (wie so oft am Niesen) einen Berg vorher bereits richtig Basis machen da der Niesen vom Talwind überspühlt war. Chrugel und Adi schafften es am besten an die Basis auf 2700m und waren die ersten drüben. Da war es laut Adi wie erwartet etwas bockig, aber es hatte steigen.
Zu diesem Zeitpunkt (ca. 14 Uhr) war ab Frutigen gegen Westen das komplette Tal abgeschattet und in Gstaad gab es erste Schauer. Richtung Schrattenfluh sah der Himmel immer noch perfekt aus, wie erwartet. Der Plan von den Schauer im Westen weg zu fliegen scheint aufzugehen! Aber die Emmentaler voralpen funktionieren nicht nur wie im Lehrbuch steht... Irgendwie war da Ost Wind, welcher über die ketten spühlte. Das haben wir nicht so erwartet, könnte aber mit der Südost komponenten in der Höhe zusammenhang haben...?
Der rest war, wie das hinfliegen zu Schrattenfluh, wieder etwas untypisch meist ohne Hangsoaren.

Fazit: Trotz der klaren Taskführung und der anfangs starken Bedingungen war doch die Distanz und der letzte schenkel zu Schrattenfluh schwierig genug und auch Lehrreich! Knapp die hälfte flogen ins Ziel, wobei einige von uns den Flug noch etwas verlängerten und die guten Flugbedingungen für paar zusätzliche km nutzten.
Regio Traning im BEO Auffahrt

Regio BEO Fliegen, Fliegen, Fliegen

Andreas Nyffenegger, 21. May 2020
Zum zweiten Mal sind wir nun an den Gurnigel gefahren. Zwar bleibt der Start stets etwas tricky, aber auch heute wurden wir belohnt. Das Wetter hielt sich an meine Ausführungen am Briefing, musste zwar mit Blauthermik gerechnet werden, so war das Thermiktop von 2400m doch erreichbar.

Inspiriert von den Inputs vom letzten Regio, wollten wir versuchen genau diese Punkte für jedes Niveau gleichzeitig anzugehen.
Der Toppilot soll lernen Führungsarbeit, Entscheidungen zu treffen, aber auch Geduld beweisen, was den meisten sonst eher selten gelingt.
Der Newcomer soll geführt von den Entscheidungen des Leaders Effizienz und Schnelligkeit in einer neuen Dimension erleben.

Dazu bildeten wir 4er-Teams die im Abstand von 10min den gleichen 51km Task fliegen sollen, es zählt jedoch die Gruppenzeit und nicht der Einzelne. Daraus wurde schon vor dem Task Gruppenregeln zum gemeinsamen Fliegen erarbeitet.

Schnell stellt sich heraus, dass dies viel schwieriger ist, als von allen erwartet.
Wer den Task schafft, soll heute möglichst wieder aufdrehen können und auf der Walalp toplanden. Es schafften es immer mehr Piloten auf die Walalp, einige halt im zweiten Anlauf.

Dieser Versuch sorgte für viel Gesprächsstoff, jeder kann jedem etwas mitgeben was er bemerkt hat.
Was dann folgt, ist aller erste Crème.
Wir soaren zum Stockhorn hoch, wenden, fliegen zum Gantrisch nur um wieder topzulanden, ohne Kreis gemütlich der Ridge entlang.
Wenn es doch einmal klappt, funktioniert es sicher auch ein zweites, drittes Mal...

Die Letzten landen um 21.00, so muss ein Regiotag sein!
Regio Grindelwald

Interessanter Tag in Interlaken

Michael Maurer, 19. May 2019
Der Blick aus dem Fenster um 08.00 Uhr zeigte viele, tiefe Wolken. Auch die Webcam in Grindelwald war in dichtem Nebel eingepackt. Ich entschied mich in Interlaken fliegen zu gehen, da die Basis dort früher über dem Startplatz sein sollte und wir dort sicher Fliegen können.
Im Lehn treffen sich 11 Motivierte Piloten und wir gehen gemeinsam mit dem ÖV hoch aufs Amisbühl. Es hat immer noch viele Wolken in verschiedenen höhen, wobei zwischen den Wolken geflogen wurde. Aber Sonne hatten wir praktisch keine.
Der Optimismus für wirklich gute Thermik war nicht so gross, aber trotzdem sah man den einen oder anderen Tandem steigen.

Was machen? Wir geben einen kurzen Task ein, welcher "nur" mit hilfe von mitnehmen am Hang, oder aufdrehen am Harder abgeflogen werden konnte. Ziel war es, falls es kein oder nur schwaches steigen gibt, den Task im optimalen Gleiten, = im richtigen moment Gas oder eben mit der Handbremse, zu fliegen. Exakt zum Startzeitpunkt konnten wir dann aber gut aufdrehen und für die meisten war es dann kein problem, den Task annähernd im vollgas abzufliegen! Aber... 15min Später blieb die Thermik dann wieder für längere Zeit weg, was einingen von uns zum verhängniss wurde. Der Task war dann nicht mehr einfach "abzugleiten" aufgrund Talwindlee ums Luegibrüggli rum...
Zu diesem Zeitpunkt zeige die Webcam an der First immer noch Basis deutlich unter dem Startplatz, aber mit "fliegbaren" Fenstern.

Nachdem alle im Lehn gelandet waren, trafen wir uns dann im Restaurant Golf fürs Debriefing und etwas Wettkampf-Theorie, sowie Instrumenten einstellungen austauschen (viele waren noch nicht 100% bereit mit den Geräten, sowie auch ich... *dass muss wohl an den raren Flugtagen liegen).

Fazit:
- Mit etwas Nerven hätte man vermutlich von Grindelwald ab 14 Uhr nach Interlaken fliegen können (wie ursprünglich geplant)
- Flugbedingungen waren bis Sonnenuntergang "gut" und man hätte am Späteren Nachmittag einen etwas längeren Task abfliegen können.
- Prognosen waren (zumindes für mich) schwer zu interpretieren und richtig einzuschätzen. Ich hatte den eindruck, dass es weniger Föhn gab und mehr Feuchtigkeit vorhanden war als Progonostiziert. Durch die vielen Wolken am morgen, respektive späte Sonneneinstrahlung, verzögerte sich auch die Entwicklung der Regenwolken. Ich erkannte die "blaue" störung, welche uns Thermik brachte nicht rechtzeitig da diese grau in grau war mit den Cirren.
- Auch 5km Tasks können Spass machen... :-)

Es ware eine coole, motivierte Gruppe und unter dem Strich für mich eins der besten und Lehrreichsten Regiofliegen!!!

Alle anwesenden können ihre Tracks hochladen: Regio Interlaken Task 2
Oster Regio

Debriefing Regio Interlaken

Michael Maurer, 20. April 2019
Als wir um 10.00 Uhr am Starplatz Bergo eintrafen, konnten wir bereits die ersten Schirme beobachten. Entgegen der Prognose, konnte kaum einer wirklich früh steigen. Wir haben also Zeit den Task zusammen einzugeben und uns über Wind und Wetter zu unterhalten. Wind...? Prognostiziert war leichter Süd/Südost wind mit "nur" 2hp Druckdifferenz. Die eine oder andere Wetterstation im Haslital zeigte aber bereits deutlich Südwind (auch als Föhn bezeichnet). Dies lag vermutlich daran, dass die Druckdifferenz schlussendlich bei 3hp oder sogar leicht mehr lag und mit dem Schnee und Labilität unterstützende faktoren dazu kamen.

Um 11 Uhr steigen dann die ersten Schirme deutlich übers Amisbühl. Wir machen uns im eiltempo parat und starten den Task, welcher mit 27km für die Prognosen sehr kurzen gewählt ist, um 12.15 in der Luft (Geplant war nach dem Task noch XC-Punkte zu sammel).
Kaum gestartet, gab es bereits die erste Schlüsselstelle.... Einige gingen die Thermik richtung Luegibrüggli suchen, während dem andere direkt richtung Habkeren in den Waldigen kessel flogen, was schlussendlich deutlich besser war. Die Thermik war Zyklisch und man musste gut beobachten wo es gut steigt. Ich erwischte den ersten Schlauch sehr gut, konnte ich Chrigel, Chrugel und Christoph beobachten wie sie etwas hinter dem Startplatz Amisbühl aufdrehen und unter ihnen in den Orbit schiessen. Ansonsten hätten mir die 16min bis Airstart wohl nicht gereicht...
Einmal oben, war es dann eher einfach und man musste einfach schauen die guten Zyklen auszudrehen, was einfacher gesagt als getan ist... Aber man konnte die Bojen mehrheitlich direkt anfliegen.
Der Wind war dann in allen Höhen leicht spürbar, machte aber keine probleme. Einzig der Plan vom weiterfliegen an der Brienzerkette richtung Meiringen war dann klar gestrichen, als wir bei der ESS am Oberen Harder deutlich gegenwind verspührten. Adi Hachen und Andy Nyffenegger setzten aufgrund vorherrschenden Windes zur Querung richtung Niesen (Andy) resp. ans Stockhorn (Adi) an was ein guter Plan war. Adi konnte bis nach Hause in Bern fliegen und Andy nach Thun.

Fazit:
Um rechtzeitig und hoch an den Startzylinder zu kommen, musste man gut beobachten. Thermik bei Skilift (richtung Habkeren) zieht eigentlich immer durch und reicht höher.
Einmal oben, war der Task dann "zu" einfach... Hochbleiben war das einzige und auch nicht so schwierig.
Am späteren Nachmittag war dann der Südwind auch in Interlaken spürbar. Mit knappen 40km/h böhen dann entgegen den Prognosen relativ stark. Alle Piloten waren zu diesem Zeitpunkt aber am Boden oder richtung Bern unterwegs.
PS: Man konnte sehr gut beobachten wie sich der Wind von Brienz her über den Brienzersee richtung Interlaken immer weiter vordrängte...

Alle anwesenden Piloten können ihren Flug bis morgen abend 19.00 Uhr Link hochladen.
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